Wie man zielführend für die Verkehrswende argumentiert

Es gibt viele gute Argumente, die für eine nachhaltige Verkehrswende sprechen. Doch gehen diese häufig unter, denn die Gegenstimmen sind oft laut und emotional.

Das Ergebnis einer Abfrage nach dem ersten Seminartag zum Thema "Wie man zielführend für die Verkehrswende argumentiert" und welche Inhalte die Teilnehmenden am meisten angesprochen haben.

Wie lassen sich diese einfangen? Wie signalisiert man dem Gegenüber Verständnis, ohne mit der Position einverstanden zu sein? Und wie kann man hitzige Diskussionen lenken, um die eigenen Argumente für die Verkehrswende zielführend zu platzieren? In unserem Rhetorikseminar „Argumentieren für die Verkehrswende“ beschäftigen wir uns mit diesen Herausforderungen und besprechen, wie man zielführend für die Verkehrswende argumentiert.

Kommunikation als Erfolgsfaktor

In unserer Zusammenarbeit mit diversen Kund:innen erleben wir immer wieder: Auf inhaltlicher Ebene sind die Menschen, die Klimaschutz-Maßnahmen auf lokaler Ebene umsetzen, unglaublich gut aufgestellt. Die kommunikative Ebene wird allerdings oft zu wenig bedacht oder aufgrund fehlender Kapazitäten hintenangestellt.

Doch die Emotionalität des Diskurses erfordert ein hohes Maß an Kommunikation. Wir sehen sie als elementaren Erfolgsfaktor für das Gelingen der Verkehrswende.

Wie argumentiert man also zielführend für die Verkehrswende?

  1. Logik von Argumenten beachten und anwenden: Ein gutes Argument ist nach einem bestimmten Grundgerüst aufgebaut, welches der Logik „Standpunkt – Begründung – Prämisse“ folgt. Im Alltagsgebrauch wird die Prämisse, auch Schlussregel genannt, allerdings häufig nicht ausgesprochen. Doch gerade beim Argumentieren rund um die Verkehrswende ist dies entscheidend: Denn eine Prämisse beruht auf Grundannahmen und Wertvorstellungen, die die Gesprächspartner:innen im besten Fall miteinander teilen. Im Rhetorikseminar schauen wir uns daher an, welche Chancen sich daraus für ein Gespräch genau ergeben – auch wenn die Prämissen nicht geteilt werden.
  2. Argumentation als K.E.R.N.-Botschaft aufbauen: Argumente sind logisch und rational, davon allein lassen sich die Menschen aber gerade im Bereich Verkehrswende nicht überzeugen. Zu schwer wiegen die Ängste und Sorgen, die oft hinter den Gegenargumenten stecken. Es braucht mehr. Eine Möglichkeit ist das Entwickeln von „K.E.R.N.-Botschaften“. Wir präsentieren eine Kette aus Argumenten so, dass sie Verständnis, Emotionen und Vertrauen wecken. Wie, darauf gehen wir im Rhetorikseminar ein. Und kommen dann auch schnell ins Üben.
  3. Verständnis ausdrücken, ohne einverstanden zu sein: In einer hitzigen Diskussion fällt es uns meist schwer, Anderen und deren Meinung gegenüber offen zu begegnen. Denn wir haben das Gefühl, durch das Signalisieren von Verständnis unsere eigene Position zu schwächen. Hier hilft die Erkenntnis „Verstehen heißt nicht einverstanden sein“ von Boris Grundl sowie die Methode „Touch – Turn – Talk“.

Diese Inhalte verstecken sich im Rhetorikseminar insbesondere hinter dem Input „Die eigene Position argumentativ stärken“ sowie den praktischen Übungen „Argumente selber formulieren“ und „Argumente präsentieren“. Sie sind bei unseren bisherigen Seminaren auf viel Zustimmung gestoßen. Und haben für so einige Aha-Erlebnisse gesorgt:

Unser Seminar trifft auf vielen verschiedenen Ebenen einen Nerv. Außerdem bieten wir einen geschützten Raum für einen offenen Austausch zu Problemen und Herausforderungen im alltäglichen Einsatz für die Verkehrswende.

Wir haben Ihr Interesse geweckt?

Das nächste Seminar findet am 09. und 10. Oktober 2024 statt. Noch sind Plätze frei: https://www.fairkehr.de/weiterbildung/rhetorik-verkehrswende/.

Wir kommen aber auch zu Ihnen. Sprechen Sie uns für ein individuelles Angebot gerne an.