Neue Radtourismus-Strategie für den Rhein-Neckar-Kreis​

REGINE GWINNER

7. NOVEMBER 2018

IM AUFTRAG DES Rhein-Neckar-Kreises haben die Tourismusexpertinnen und –experten der fairkehr Agentur ein Strategiekonzept für die Radtourismusförderung im Rhein-Neckar-Kreis erstellt. Zuerst erarbeiteten sie dafür eine detaillierte Stärken-Schwächen-Analyse, auf deren Basis dann das Strategiepapier entwickelt wurde. Das Fazit unseres Experten-Teams – das übrigens auch vom ADFC vor Ort bestätigt wurde: Die Infrastruktur für Radtouren im Kreis ist bereits richtig gut. Das wissen nur viel zu wenige. 

Besondere Reisen nach dem Anderswo-Prinzip

REGINE GWINNER

6. NOVEMBER 2018

Alpenüberquerung

DIE NEUE AUSGABE des im fairkehr Verlag erscheinenden Magazins Anderswo ist auf der Druckwalze. Wer das Heft portofrei in den Briefkasten bekommen möchte, kann es jetzt schon vorbestellen. Ab 26.11. ist es dann auch am Kiosk zu finden. Die Anderswo-Redakteurinnen waren in ganz Europa unterwegs, um schöne Geschichten zu sammeln.

Die Themen im Heft: 

  • Zu Fuß über die Alpen – der neue Trend zur Alpenquerung
  • Per Frachtsegler durchs Wattenmeer
  • Junge Wilde: neue Restaurantkonzepte in Skandinavien
  • Auf Osteuropa-Tour mit Bahn, Bus, Schiff, Rad und zu Fuß und vieles mehr.

Hier bestellen: https://www.wirsindanderswo.de/heft-bestellen/

Katzensprung – Kleine Wege. Große Erlebnisse.

REGINE GWINNER

2. OKTOBER 2018

Regine im Studio

NICHT FLIEGEN, SONDERN URLAUB in der Nähe machen – der beste Beitrag zum Klimaschutz. Mit dem Projekt „Katzensprung – Kleine Wege. Große Erlebnisse“  möchte die fairkehr Agentur für Deutschland als Urlaubsziel begeistern und nebenbei darüber informieren, was jede und jeder beim Reisen zum Klimaschutz beitragen kann.

Im Sommer war das Interesse am Projekt besonders groß. Daher waren fairkehr-Mitarbeiterinnen öfter mal im Fernsehen oder im Radio zu hören. Katzensprung-Projektleiterin Regine Gwinner hat beispielsweise bei WDR 5 im Studio Hörerfragen beantwortet.

Mehr zu Katzensprung:  www.katzensprung-deutschland.de

Zwei Aktivisten zeigen: So geht erfolgreiche Kommunikation

TIM ALBRECHT

7. JULI 2018

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GEBURTSHELFER FÜR IDEEN: Das sind Martin Speer, 31, und Vincent-Emmuanuel Herr, 29. Die Berliner entwickeln politische Vorschläge, verbreiten sie publizistisch und mobilisieren Menschen, sie umzusetzen. Dabei sind sie enorm erfolgreich. Vier Jahre lang klopften sie an Türen in Brüssel mit einer Idee im Gepäck: Jede Europäerin und jeder Europäer bekommt zum 18. Geburtstag einen Brief von der EU mit einem Interrail-Gutschein. Dieser kann innerhalb von sechs Jahren für eine einmonatige Reise durch Europa eingelöst werden. Der Hintergedanke: Jugendliche sollen Europa kennenlernen, Freundschaften schließen und ihr Erwachsenenleben mit einer positiven EU-Erfahrung beginnen. Ein Baustein für eine europäische Identität und ein Gegengift gegen lähmende EU-Skepsis. Die Arbeit der beiden Studienfreunde fruchtet: Im Mai dieses Jahres hat die EU-Kommission 700 Millionen Euro für FreeInterrail in ihren Haushaltsentwurf aufgenommen.

Riechsalz für Politikverdrossene

Die Geschichte von Herr und Speer ist Riechsalz für Politikverdrossene. 2008 lernen sie sich beim Auslandsstudium am Principia College in den USA kennen. Im geschützten Raum der Universität beginnen sie, ohne Denkverbote politische und gesellschaftliche Ideen zu diskutieren. Gleichzeitig entdecken sie ihr  gemeinsames Interesse daran, wie man Menschen überzeugt und Dinge realisiert. Zurück in Deutschland setzen sie sich für Themen ein, die ihnen am Herzen liegen: Europa, Gleichberechtigung, die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Dabei gehen sie sehr strategisch vor: Sie schreiben Ideenartikel für Medien wie die „Zeit“ oder „The European“, suchen sich Verbündete für ihre Vorschläge und bitten Entscheidungsträger um Stellungnahmen, die sie dann über soziale Medien streuen. So schafft man sich Öffentlichkeit. Für einen offenen Brief an Kanzlerin Angela Merkel, in dem sie die Gleichstellung der Ehe fordern, mobilisieren sie 150 Prominente. Sie merken: Wenn du die Leute da abholst, wo sie stehen, setzen sie sich gerne für gesellschaftliche Belange ein.

Die Erfolgsformel

Die Idee für FreeInterrail entstand 2014 bei einem Abendessen mit dem österreichischen Schriftsteller Robert Menasse. Wenig später machten Speer und Herr schon Termine in Brüssel. Das ging leichter als erwartet: „Es hat geholfen, dass wir keine Spezialinteressen vertreten haben. Wir waren zwei Bürger, die kein Parteibuch hatten und recht jung waren“, sagt Martin Speer. Ein vermeintlicher Nachteil, ein fehlendes Brüsseler Netzwerk, stellte sich als Vorteil heraus. Erfolgsformel der jungen Männer: Respektiere Institutionen, aber zeige keine Angst vor Hierarchien. Wisse: Auch die mächtigsten Leute sind nur ganz normale Menschen. „Das kann die Gesprächsatmosphäre mit Ministern total verändern, weil sie merken: Sie können sich auch anders verhalten.“ Im Herbst erscheint ein Buch der Beiden. Titel: „Tun wir was. Wie unsere Generation die Politik erobert.“

Dieser Artikel erschien zuerst im fairkehr Magazin.